FLI4L 2.0.8 - DER DSL ROUTER Smily

Nachdem ich feststellen musste, dass auf der offiziellen FLI4L-Page mittlerweile nur noch FLI4L 3.0 supportet wird, habe ich mich entschlossen, das wesentliche zur Version 2.0.8 hier zusammen zu stellen.
FLI4L ist ein Linux-basierter ISDN-, DSL- und Ethernet-Router, auf Diskettenbasis. Die Bootdiskette kann auch unter Windows erstellt werden. Linux-Kenntnisse braucht man nicht. Netzwerkgrundkenntnisse erleichtern den Aufbau und die Konfiguration. Aber keine Angst dafür gibts ja diese Anleitung.

Heute gibt es ja Low Cost Hardware Router für jederman, jedoch bin ich dem FLI4L treu geblieben, da er vielfältigste Einstellmöglichkeiten und Optionen bietet, obwohl es ursprünglich (1999/2000) eine Preisfrage war. Immer wieder muß ich mich mit Routern aus dem SoHo Bereich herumärgern, mal ist die webbasierte Benutzeroberfläche unter aller Kanone ein anderes mal wundert man sich über die Funktionsweise des DHCP Servers.
Aber warum betreibe ich noch diese uralte Version 2.08, wirst du dich vielleicht fragen. Ich habe mir auch aktuelle Versionen der 3er Reihe angeschaut und getestet. Zum einen brauche ich den Funktionsumfang einfach nicht und zum anderen ist die Konfiguration komplizierter.
Einziger Nachteil des FLI4L gegenüber einem handelsüblichen Router ist die Größe und natürlich der höhere Stromverbrauch, trotzdem würde ich meinen FLI4L nicht gegen einen dieser üblichen Router eintauschen.

Unter Linux und Windows kann die Konfiguration des FLI4L über Textdateien erfolgen. Verbindungen über WLAN oder das Internet können zum Beispiel mit Hilfe des Programms OpenVPN oder des Netzwerkprotokolls Poptop verschlüsselt werden. Natürlich kannst du den FLI4L-Router browserbasiert über eine Webschnittstelle steuern und überwachen. Ich bevorzuge jedoch die einfachere Art über IMONC. Der Router selbst zeigt sich langlebig. Hochwertige Qualität der Komponenten beispielsweise durch den Einsatz eines Printed Circuit Board bürgt für eine lange Funktionsdauer. Auch das spricht für eine fortwährende Nutzung des FLI4L, denn nicht immer sind die neusten Modelle auch die beste Wahl.

Mittlerweile habe ich einen Netgear WGR614V4 als reinen Switch und WLan Access Point mit 54 MBit/s und WPA PSK Verschlüsselung im Einsatz. Dies war mit 7,- Euro incl. Versand bei Ebay die billigste Lösung Wlan zu betreiben.
Auch aus Sicherheitsgründen möchte ich den FLI4L nicht missen. So wurde ich bisher von Würmern wie Blaster o. Sasser verschont. Ich hatte vorher auf meinen PCs AtGuard Personal Firewalls. Nun herrschte hinter dem FLI4L eine Ruhe, daß ich dachte sie würden nicht mehr laufen Smily. Meine kleine Rechnerfarm kannst du hier in meiner Netzwerkdokumentation sehen.

VORBEREITUNG

  1. VORAUSSETZUNG
  2. HARDWARE FÜR DEN FLI4L
  3. FLI4L DOWNLOADEN UND ENTPACKEN

KONFIGURATION

  1. CLIENT PC
  2. BASE.TXT
  3. DSL.TXT
  4. DISKETTE ERSTELLEN UND ROUTER TESTEN
  5. PORTFORWARDING / WEITERLEITUNG

TUNING

  1. DHCP
  2. FLI4L AUF FESTPLATTE
  3. IMONC ZUR FERNSTEURUNG
  4. PROGRAMM-PAKETE FÜR DEN FLI4L 2.0.8

VORBEREITUNG

1. VORAUSSETZUNG

Ich hatte schon ein Netzwerk, ist jedoch nicht Voraussetzung, da ich die Clientkonfiguration hier anhand von Windows Xp exemplarisch erklären werde. Eine hilfreiche und leicht verständliche Hilfe zum Einrichten eines Netzes ist www.netzwerktotal.de.
Ich hatte vorher folgende Netzwerk-Konfiguration:
1 Dsl Anschluss incl. Modem
1 Hub (mittlerweile 1 Switch) über den mehrere PCs vernetzt waren
Mein Netz besteht aus einem Class-C Netz (192.168.104.0). Die PCs haben feste IPs. Der Router hat die IP 192.168.104.4 bekommen. Grafisch aufbereitet kannst du dies hier in meiner Netzwerkdokumentation sehen.

2. HARDWARE FÜR DEN FLI4L

Was man braucht :
Einen alten PC 486 DX 100 oder höher mit 16Mb Edo. Ich habe einen 166er mit 64Mb Sdram genommen. Eine Grafikkarte u. ein Monitor erleichtert die Sache beim Einrichten, Testen und hoffentlich nicht erforderlicher Fehlersuche des Routers ungemein Smily.
Baue zwei PCI - Netzwerkkarten ein. Es geht auch mit ISA - Karten, ist jedoch schwieriger. Eine Karte für die Verbindung mit dem DSL Modem und eine für das interne Netz am Hub/Switch. Ich habe zwei Level One 10/100 genommen.
Desweiteren brauchst du ein Diskettenlaufwerk(1,44mb) und eine Diskette.
Cd-Rom, Hdd, Soundkarte etc. kann raus. Obwohl die Hdd kann noch nützlich sein, siehe FLI4L AUF FESTPLATTE .

3. FLI4L DOWNLOADEN UND ENTPACKEN

Auf http://www.fli4l.de/download/ gibt e ja leider nur noch die aktuelle Version 3.0. So kannst du die Version 2.0.8 bei mir saugen. Hier gibt es das Basis Paket (4021KB) und hier das DSL-Router Paket (142KB) d. Version 2.0.8 .
Die Dateien liegen als *.tar.gz oder *.tar Archiv vor. Willst du sie mit WinZip entpacken, so musst du bei WinZip --> Optionen --> Konfiguration --> Verschiedenes --> Weitere Optionen die " Umwandlung LF zu CR/LF bei TAR-Archiven" deaktivieren.
Nun kannst du das Basis-Paket fli4l-2.0.8.tar.gz an einen Ort deiner Wahl entpacken.
Entpacke auf gleiche Art das DSL-Paket, aber gebe unbedingt als Ziel den entpackten "fli4l-2.0.8" Ordner an. Die Nachfragen nach Überschreiben mit Ja beantworten.
Anschließend finden sich im Ordner fli4l-2.0.8\config sowohl die base.txt als auch die dsl.txt.

KONFIGURATION

1. CLIENT PC

Obwohl ich ja als Voraussetzung von einem funktionierendem Netzwerk mit festen IPs ausgehe, möchte ich hier noch einmal auf die Netzwerkeinstellungen der Client PCs am Beispiel v. Windows XP eingehen.
Start --> Einstellungen --> Netzwerkverbindungen --> Lan Verbindung --> Allgemein --> Eigenschaften --> Internetprotokol TCP/IP --> Eigenschaften:
Folgende IP - Adresse verwenden:
IPAdresse: 192.168.104.1 Natürlich hat jeder PC eine andere IP Smily
SubnetMask: 255.255.255.0
Standartgateway: 192.168.104.4 Dies ist die IP unseres FLI4L !
Folgende DNS Server verwenden:
Bevorzugter DNS Server: 192.168.104.4 Wir richten auf dem FLI4L einen DNS Server ein!
Alternativer DNS Server: 192.168.104.10 Bleibt frei wenn du nicht schon einen anderen DNS Server betreibst.

2. BASE.TXT

Öffne mit Notepad o. einem anderen Texteditor unter fli4l-2.0.8\config die base.txt .
Ich werde immer nur die zu ändernden Zeilen erläutern, alles andere bleibt unberührt .

# General settings:
#------------------------------------------------------------------------------
HOSTNAME='worker' #Jedes Baby braucht einen Namen Smily
PASSWORD='wkslt' #schütze den Router mit Passwort !
#------------------------------------------------------------------------------
# Ethernet card drivers:
# entferne die Raute # vor den Treibern deiner Netzwerkkarten
#------------------------------------------------------------------------------
ETH_DRV_N='1' #Anzahl d. Treiber .
ETH_DRV_1='rtl8139' #PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) (NEW)
#oder bei unterschiedlichen Karten :
ETH_DRV_N='2' #Anzahl d. Treiber .
ETH_DRV_1='rtl8139' #PCI: RealTek 8129/8139 (not 8019/8029!) (NEW)
ETH_DRV_2='ne2k-pci' # PCI: NE2000 PCI clone (eg. Realtek 8029, # Winbond 89c940)
ETH_DRV_1_OPTION='' #nur für ISA Karten interessant !
#------------------------------------------------------------------------------
# Ether networks used with IP protocol:
#------------------------------------------------------------------------------
IP_ETH_N='1' #Anzahl d. IP Netzwerke, ist eigentlich immer 1 .
IP_ETH_1_IPADDR='192.168.104.4' #IP des Routers
IP_ETH_1_NETWORK='192.168.104.0' #Netzwerk deines Lans
#------------------------------------------------------------------------------
# Masquerading:
#------------------------------------------------------------------------------
MASQ_NETWORK='192.168.104.0/24' #Netzwerk deines Lans
MASQ_MODULE_N='14' #Anzahl der geladenen Module . 14 heißt hier werden alle diese Module geladen und entsprechend weitergeleitet. 1 heißt es wird nur ftp weitergeleitet, sollte mindestens so sein. 3 heißt es werden die ersten 3 MASQ_MODULE weitergeleitet.
MASQ_MODULE_1='ftp' #ftp
MASQ_MODULE_2='h323' #h323 (netmeeting)
MASQ_MODULE_3='icq' #Für File Transfer via ICQ siehe (ab Version 5.0 nicht mehr nötig) PORTFORWARDING / WEITERLEITUNG
............................
MASQ_MODULE_14='udp_dloose' #pseudo mod: some internet games need it
#------------------------------------------------------------------------------
# Optional package: PORTFW
#
# Siehe dazu das Kapitel PORTFORWARDING / WEITERLEITUNG !
#------------------------------------------------------------------------------
OPT_PORTFW='yes' #Wird gebraucht um Daten, die nicht über die MASQ_MODULE weitergeleitet werden, den jeweiligen PCs zu schicken .
# Siehe dazu das Kapitel PORTFORWARDING / WEITERLEITUNG !
#------------------------------------------------------------------------------
# Routing: Hier kannst du einzelnen PCs den Internetzugang verwehren !
#------------------------------------------------------------------------------
FORWARD_DENY_HOST_N='1' #Anzahl der Clienten die nicht ins I-net dürfen
FORWARD_DENY_HOST_1='192.168.104.100' #IP d. PC d. nicht ins I-net darf
#------------------------------------------------------------------------------
# Firewall: Ports von außerhalb deines Lans die zurückgewiesen werden
# Beachte dass du weitergeleitete Ports natürlich in der FW freigeben musst.
# here we leave two ports untouched:
#
# 53 dns
# 113 auth
#------------------------------------------------------------------------------
# Hier nun ein Beispiel für die Firewall :
FIREWALL_DENY_PORT_N='8' #Anzahl d. Regeln
FIREWALL_DENY_PORT_1='0:19 REJECT' #Port 0 bis 19 wird abgewiesen !
# Port 20 und 21 lasse ich für FTP auf !
FIREWALL_DENY_PORT_2='22:52 REJECT'#Port 22 bis 52 wird abgewiesen !
# Port 53 lasse ich für DNS auf !
FIREWALL_DENY_PORT_3='54:79 REJECT' #Port 54 bis 79 wird abgewiesen !
# Port 80 lasse ich für meinen Apache Webserver auf !
FIREWALL_DENY_PORT_4='81:112 REJECT' #Port 81 bis 112 wird abgewiesen !
# Port 113 bleibt für die Authentifizierung z.B. für e-mail auf !
FIREWALL_DENY_PORT_5='114:1023 REJECT' #Port 114 bis 1023 wird abgewiesen !
FIREWALL_DENY_PORT_6='5000:5001 REJECT' #Port 5000 bis 5001 wird abgewiesen !
FIREWALL_DENY_PORT_7='8000 REJECT' #Port 8000 wird abgewiesen !
FIREWALL_DENY_PORT_8='20012 REJECT' #Port 20012 wird abgewiesen !
FIREWALL_DENY_ICMP='yes' #Ping von außen wird abgewiesen !
FIREWALL_LOG='yes' #Die Angriffe v. außen werden so protokoliert .
#------------------------------------------------------------------------------
# Domain configuration:
#------------------------------------------------------------------------------
#Aus verschieden Gründen ist es sinnvoll einen DNS Server einzurichten !
#Der DNS Server wird auch benötigt wenn du DHCP laufen lassen willst, aber bestimmte IPs fest vergeben möchtest. Die Ips werden dann an die Mac-Adresse gebunden.
START_DNS='yes' #Startet DNS Server: yes or no
DNS_FORWARDERS='194.25.2.129' #DNS Servers deines Providers
DOMAIN_NAME='home001.lan' #Name deiner Domain
HOSTS_N='7' #Anzahl d. PCs in deiner Domain
HOST_1='192.168.104.4 worker 00:17:31:8B:11:69' #Host 1(Router): IP Name Mac
HOST_2='192.168.104.2 tacky 00:1D:7D:03:78:0B' #Host 2: IP Name Mac
HOST_3='192.168.104.3 netserver 00:17:5D:03:79:0B' #Host 3: IP Name Mac
HOST_4='192.168.104.1 server001 00:17:9D:03:65:69' #Host 4: IP Name Mac
HOST_5='192.168.104.5 zocker 00:1D:7D:03:78:0C' #Host 5: IP Name Mac
HOST_6='192.168.104.1 bmw 00:17:9D:03:65:69' #Virtueller (für Domain auf Webserver) Host 6: IP Name Mac
HOST_7='192.168.104.1 global-u-turn 00:17:9D:03:65:69' #Virtueller (für Domain auf Webserver) Host 7: IP Name Mac
#------------------------------------------------------------------------------
# imond configuration: Hiermit kann man vom Clienten per Imonc den FLI4L fernsteuern !
#------------------------------------------------------------------------------
START_IMOND='yes' #Start Imond: yes o. no
#Alle weiteren Einstellungen hierzu bespreche ich später, wenn es um den Imonc Clienten unter IMONC ZUR FERNSTEURUNG geht .
#------------------------------------------------------------------------------
# optional package: syslogd
#------------------------------------------------------------------------------
OPT_SYSLOGD='yes' #Start syslogd zeigt Fehlermeldungen an.
SYSLOGD_DEST_N='1' #number of destinations
SYSLOGD_DEST_1='*.* /dev/console' #so wird alles auf den Bildschirm ausgegeben.

Das war es dann erst einmal mit der base.txt. Speicher sie ab und fertig !

3. DSL.TXT

Öffne mit Notepad o. einem anderen Texteditor unter fli4l-2.0.8\config die dsl.txt .
Ich werde immer nur die zu ändernden Zeilen erläutern, alles andere bleibt unberührt .

#------------------------------------------------------------------------------
# Optional package: PPPoE
#------------------------------------------------------------------------------
OPT_PPPOE='yes' #Du willst ja dieses Paket nutzen, also yes .
PPPOE_NAME='DSL' #Auch dieses Kind braucht einen Namen.
PPPOE_USEPEERDNS='yes' #Zuweisung d. DNS Servers durch d. Provider,daher yes
PPPOE_ETH='eth1' #Karte die für DSL genutzt wird. Hier ist es die 2. Karte. Die erste wäre eth0 !
PPPOE_USER='xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx' #DSL Einwahlname
PPPOE_PASS='yyyyyyyy' #DSL Passwort
PPPOE_DEBUG='yes' #Ausgabe von Fehlermeldungen wird ermöglicht

Speicher die dsl.txt ab und fertig !

4. DISKETTE ERSTELLEN UND ROUTER TESTEN

Nun erstellen wir die FLI4L Bootdiskette . Wechsel in das FL4L Verzeichnis und doppelklicke dort als erstes die mkclean.bat. Lege die formatierte 1,44MB Diskette ein und doppelklicke mkfloppy.bat. Es öffnet sich eine Dos-Box, bestätige mit Enter, daß die Diskette eingelegt ist und warte bis sich das Fenster wieder schließt.
Ab Windows 2000 erscheint evtl. beim Erstellen der Diskette folgende Fehlermeldung: 16-Bit-MS-DOS-Teilsystem: Laufwerk A:. Das Laufwerk konnte nicht für exklusiven Zugriff gesperrt werden. Evtl. verwendet eine andere Anwendung das Laufwerk..., welche mit Ignorieren bestätigt werden soll. Anschließend wird die Diskette normal erzeugt!
Wie ich nach meinen Umstieg auf Windows 7 64 Bit feststellen mußte, wird zum Erstellen der Diskette ein 32 Bit Bs benötigt. Zum Glük habe ich u.a. auch noch einen XP 32 Bit PC.
Lege die Diskette nun in den Router, nachdem du im BIOS von Diskette booten eingestellt hast.
Jetzt wird der FLI4L beim Booten in den RAM geladen und es rasseln hunderte Zeilen Text an dir vorbei, bis er schließlich, mit der Aufforderung dein Passwort einzugeben, stehenbleibt. Willst du z.B. zur Fehlersuche die Bootmeldungen anhalten, so drücke "STRG" und "S". Soll es weitergehen, gebe "STRG" und "Q" ein. Mit den Bild/Pfeil Tasten kannst du scrollen. Gebe dein Passwort ein. Es erscheint die Meldung: Welcome to fli4l !

Nun kommt der große Augenblick! Gebe an der Konsole hinter fli4l 2.0.8# folgenden ping ein: ping -c 3 www.web.de. Wird der Ping beantwortet so kommt dein FLI4L ins I-net. Geht es nicht liegt ein Problem vor. Versuche einen ping 217.72.195.42. Dies klappt, dann überprüfe, ob du einen DNS Server unter DNS_FORWARDERS eingetragen hast. Klappt auch nicht ? Oft sind die Netzwerkkarten nicht richtig eingebunden.

Nun der Test der Clienten: Als erstes solltest du unter Start --> Einstellungen --> Sytemsteuerung --> Internetoptionen --> Verbindungen --> DFÜ-Einstellungen " Keine Verbindung wählen" aktivieren.
Nun einfach den Browser aufrufen, eine gewünschte I-net Adresse eingeben und voila schon sollte die Seite erscheinen Smily.
Es klappt nicht? Dann öffne die Eingabeaufforderung und gebe dort ping 192.168.104.4(IP des FLI4L) ein. Auch das klappt nicht, dann besteht keine Verbindung zw. Router und Client.
Der ping auf den FLI4L klappt, dann versuche ping 217.72.195.42. Auch dies klappt dann versuche einen ping auf den Namen. Die Ip 217.72.195.42 ist web.de. Also ping web.de . Klappt dies nicht liegt ein DNS Problem vor. Überprüfe ob du einen DNS Server unter DNS_FORWARDERS eingetragen hast. Klappt dies alles einwandfrei und trotzdem zeigt dein Browser die Seiten nicht an, dann schaue mal hier : Seiten werden hinter Router nicht angezeigt(MTU Einstellen).

5. PORTFORWARDING / WEITERLEITUNG

Du möchtest es ermöglichen, daß man von aussen auf bestimmte Dienste z.B: einen Apache Web-Server oder ein FTP-Server in deinem Netz zugreifen kann. Auch ein Spielserver ist eine nette Sache und manche Spiele wie z.B.: Moohaa erfordern auch nur als Spielteilnehmer Portforwarding. Die Liste liesse sich beliebig verlängern Smily.
Öffne die base.txt und überprüfe noch einmal ob du dort OPT_PORTFW='yes' stehen hast. Du könntest deine Weiterleitungen direkt hier einrichten, jedoch gibt es einen eleganteren und auch übersichtlicheren Weg über die zu editierende Datei portfw.sh.
Auch musst du natürlich die Firewall Regeln in der base.txt anpassen, denn was nützt es die Ports weiterzuleiten wenn die Daten von der FW geblockt werden.

Öffne unter fli4l-2.0.8\opt\etc die portfw.sh mit notepad.

Hier definierst du die PCs auf die forwardet werden soll:
# Define your PCs to forward ports to:
#------------------------------------------------------------------------------------------
hiddenhost1=192.168.104.2 # ip of PC in LAN: change here!
hiddenhost2=192.168.104.3 # ip of PC in LAN: change here!
hiddenhost3=192.168.104.5 # ip of PC in LAN: change here!
#------------------------------------------------------------------------------------------

Nun kommen einige Beispiele des Portforwarding für ftp, battlecom und Napster.
Kommentiere die von dir gewünschten aus ( entferne die Raute #)z.B.:
#Ftp:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 20 20 -h $hiddenhost2
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 21 21 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Web-Server:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 80 80 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#TS Server:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r udp 8767 8767 -h $hiddenhost2
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 51234 51234 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#UT Server:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r udp 7777 7779 -h $hiddenhost2
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r udp 27900 27900 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Remoteunterstützung:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 3389 3389 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Nessus:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 1241 1241 -h $hiddenhost2
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Emule:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r udp 4662 4672 -h $hiddenhost3
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 4662 4672 -h $hiddenhost3
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Mailserver:
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 110 110 -h $hiddenhost1
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 119 119 -h $hiddenhost1
#------------------------------------------------------------------------------------------
#Icq (Dateien empfangen, ab Version 5.0 nicht mehr nötig):
#------------------------------------------------------------------------------------------
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 5010 5030 -h $hiddenhost2
/usr/sbin/ipmasqadm autofw -A -v -r tcp 5031 5050 -h $hiddenhost3

Nicht mehr benötigte Forwardregeln würde ich nicht löschen sondern nur auskommentieren. Wenn man sie doch mal wieder braucht erspart dies Recherche und Arbeit.

Erzeuge nun per mkfloppy.bat eine neue Diskette und boote von dieser.

TUNING

1. DHCP

Nach dem booten fragen die Clienten, welche keine feste IP zugeteilt bekommen haben, im Netzwerk nach IP-Adresse, Default-Gateway, Subnetzmaske, DNS-Server und der DHCP-Server teilt ihnen diese zu.
Sauge dir hier das Programm-Paket zur Installation eines DHCP Servers (100KB).
Entpacke das Paket und gebe unbedingt als Ziel den entpackten "fli4l-2.0.8" Ordner an. Die Nachfragen nach Überschreiben mit Ja beantworten. Anschließend findet sich im Ordner fli4l-2.0.8\config die dhcp.txt.

Öffne die dhcp.txt mit Notepad oder einem anderem Editor und ändere in der dhcp.txt folgende Parameter:
OPT_DHCP='yes' # yes, schließlich wollen wir einen DHCP Server installieren
DHCP_RANGE_1='192.168.104.100 192.168.104.200' # Bereich aus dem IP dynamisch vergeben werden.
Dieser Bereich darf sich nicht mit den fest vergebenen IP-Adressen in der base.txt unter # Domain configuration: überschneiden!

Benötigt dein FLI4L Router selbst eine Dynamische Ip, weil er hinter einem anderen Router sitzt oder du einen Kabelanschluss hast, kannst du hier auch den DHCP Clienten aktivieren und in der base.txt unter IP_ETH_1_IPADDR='192.168.104.4' die Ip natürlich freilassen.
OPT_DHCLIENT='no' # install DHCP client: yes or no

Erzeuge nun per mkfloppy.bat eine neue Diskette und boote von dieser.

2. FLI4L AUF FESTPLATTE

Eine Installation des FLI4L auf Festplatte ist eine wirklich lohnende Sache, da es zum einen die Startzeit, als auch die Geräuschkulisse des Routers deutlich verringert. Ausserdem sind dann auch Umkonfiguration des Routers mittels Imonc zur Fernsteuerung (sehr empfehlenswert!) s.u. deutlich schneller zu bewerkstelligen.

Wir verwenden weiterhin unsere vorher erstellte lauffähige Disketten-Version.
Sauge dir hier das Programm-Paket zur Festplatteninstallation (178KB).
Entpacke das Paket und gebe unbedingt als Ziel den entpackten "fli4l-2.0.8" Ordner an. Die Nachfragen nach Überschreiben mit Ja beantworten. Anschließend findet sich im Ordner fli4l-2.0.8\config die hd.txt.

Öffne die hd.txt mit Notepad oder einem anderem Editor und ändere in der hd.txt OPT HDINSTALL='yes' und OPT_FDISK='yes'
Erzeuge per mkfloppy.bat eine neue Diskette und boote von dieser.

Melde dich an der FLI4L Konsole mit deinem Passwort an und gebe nach fli4l 2.0.8 # setup ein.
Gebe als erstes d für deutsch ein, drücke Enter, und wähle dann durch Eingabe von B Installationsvariante B, drücke Enter und anschließend hda und wieder gefolgt von Enter.
Gebe für eine 8MB Bootpartition 8 ein, drücke Enter, für die Größe der 32Mb großen OPT-Partition 32, drücke wieder Enter. Ich benutze keine SWAP Partition und gebe 0 gefolgt von Enter ein. Lege dann durch die Eingabe von 100 noch eine weitere Partition mit 100 MB z.B. für Daten an. Obwohl ich diese Feature noch nicht nutze, habe ich trotzdem vorsorglich diese Part. angelegt.
Jetzt mit Eingabe von JA die Installation anstossen. Wähle Option C und drücke Enter zur Erstellung der Maximalen Notfalloptionen und bestätige zum Abschluss noch einmal mit Enter.
Die Boot Dateien werden nun auf die Hdd kopiert. Nun ohne Diskette booten.

Weitere Anpassungen:
Auf der großen Hdd kannst du nun weitere Opt-Pakete mit Hilfe des Programms mktgz.bat installieren, ohne den Router komplett neu zu installieren. Dadurch werden ein opt.tgz mit rc.cfg erzeugt. Empfehlen möchte ich aber an dieser Stelle noch einmal den Imonc Client zur Fernsteuerung des FLI4L von Windows aus.
Öffne dafür die base.txt und setze MOUNT BOOT auf rw damit die erzeugte opt.tgz auf den Router kopieren werden kann.
Die RAMSIZE bleibt bei der Installationsmethode B leer.
PART OPT ist der Platz für die Opt-Pakete und ist in unserem Fall hda2.
UPDATE MODE = full überschreibt alle bestehenden Dateien.
Öffne die hd.txt noch einmal und stelle dort folgendes ein:
OPT MOUNT='yes'
MOUNT N='1' # wie möchten 1 Part. einbinden, daher 1
MOUNT 1 DEV='hda3' # dies ist der Eintrag für unsere 3. 100Mb große Datenpart.
MOUNT 1 POINT='/usr/local/data' # dies ist der Name unserer Datenpart.
MOUNT 1 FS='ext2' # und dies das Standard Dateisystem von Linux für unsere Part.
MOUNT 1 CHECK='yes' # check/repair filesystem
MOUNT 1 OPTION='rw' # damit man die Datenpart. auch beschreiben kann

Ändere zum Schluß nun wieder OPT HDINSTALL auf no, wir haben schließlich schon installiert und ändere abschliessend noch folgende Einstellungen:
OPT HDTUNE='yes' # Hdd Tuning einschalten
HDTUNE N='1' # Anzahl der Hdds
HDTUNE DISK 1='hda' # hda Master am ersten IDE-Bus
HDTUNE SLEEP 1='yes' # Schlafmodus eingeschaltet
HDTUNE SLEEPTIME 1='2' # wird die Hdd nach 2 Minuten schlafen legen und dadurch zum Schweigen bringen.

3. IMONC ZUR FERNSTEUERUNG

Spätestens nach Einrichtung des FLI4L auf einer Hdd wollte ich eine einfache Art der Konfiguration bzw. Steuerung des Routers. Das hantieren mit der Diskette ist doch umständlich, zeitintensiv und auch fehlerbehaftet. Aber auch da gibt es eine schöne Lösung: Programm-Paket zur Fernsteuerung per IMONC (820KB).

Entpacke Imonc2_0_7f.zip z.B. nach C:\Programme. Erstelle unter r. Maustaste auf Imonc.exe -> Verknüfung erstellen. Schneide diese aus und füge sie z.b. im Startmenü, der Taskleiste oder an der von dir bevorzugten Stelle ein. Unter Win 7 bietet sich die Option An Startmenü oder an Taskleiste anheften an.
Unter Xp mußt du nun das Ziel der Verknüpfung neu definieren. R. Maustaste auf die Verkn. -> Eigenschaften -> Verknüpfung -> Ziel -> hänge an den Pfad nach imonc.exe ein "Leerzeichen" gefolgt von "/s:192.168.4.4" (IP Adresse deines FLI4L) an. Unter Windows 7 ist das nicht mehr nötig.

Starte Imonc. Im Überblick siehst du deine Verbindungsdaten wie Datum, Uhrzeit, Prozessorlast, Uptime, IP etc. Das Fenster Verbindungen ist für eventuel geloggte Daten, wird von mir aber nicht genutzt. Auch die E-Mail Fkt. wird von mir nicht genutzt. Bei eventuel auftauchenden Fehler gibt es hier auch den Reiter Fehler. Unten rechts siehst du den Button Config über den du z.B. den Autostart des Programms oder diese Email Fkt konfigurieren kannst. Wähle dort Admin und gebe oben dein Allgemeines Router Passwort ein. Im Übrigen lasse ich die Einstellungen unangerührt und klicke dann OK.

Für uns interessant ist vor allem das Fenster Admin. Klicke als erstes unter FernUpdate den Durchsuchen Button an -> wähle das FLI4L Verzeichnis auf deinem PC (unter Win 7 z.B.: C:\Program Files (x86)\fli4l-2.0.8)-> OK.
Über den Button Bearbeiten rechts hast du nun Zugriff auf die Configdateien base.txt, dhcp.txt, dsl.txt, hd.txt und eventuel weitere deines FLI4L. Hier kannst du diese direkt bearbeiten und speichern.

Nach jeder Konfigurationsänderung kannst du nun indem du links unter Übertragen alle vier Haken setzt und anschliessend Start drückst die Änderungen auf dem Router überspielen und abspeichern. Nach dem Reboot werden diese dann wirksam.

Unter portfw.sh kannst du die aktuelle portfw.sh downloaden, die bearbeitete oder eine andere Uploaden und Speichern.

Trotz der Upload Fkt. der portfw.sh ist manchmal ein kompletter Reboot bzw. eine Neuübertragung der Konfiguration nötig!

4. PROGRAMM-PAKETE FÜR DEN FLI4L 2.0.8

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